Was du mitnimmst und was du im Ort leihst
Diese Entscheidung fällt zuerst, denn sie bestimmt, wie groß dein Gepäck wird. Ski und Stöcke sind die unhandlichsten Teile der Ausrüstung. Sie passen in kein normales Auto ohne Dachbox, kosten im Flugzeug Aufpreis und müssen vor der Saison zum Service. Im Verleih bekommst du dagegen ein Paar, das zur Schneelage der Woche und zu deinem Können passt.
Bei den Skischuhen ist es umgekehrt. Ein Schuh, der deinen Fuß kennt, entscheidet darüber, ob du den ganzen Tag fährst oder ab dem Mittag nur noch auf die Uhr schaust. Wenn du eigene Schuhe hast, nimm sie mit, auch wenn du die Ski leihst. Helm und Skibrille liegen dazwischen. Helme gibt es in jedem Verleih, die Brille sitzt bei jedem anders, und die Scheibe für trübes Licht ist nicht dieselbe wie für Sonne.
Alles Weiche kommt von zu Hause. Jacke, Hose, Handschuhe, Thermounterwäsche und Skisocken leiht dir niemand, und genau diese Sachen entscheiden darüber, wie lange du es draußen aushältst.
Die zehn Dinge, ohne die der Skitag nicht läuft
Alles andere bekommst du im Ort noch, diese zehn Sachen willst du schon am ersten Morgen dabeihaben.
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Skischuhe - Skihelm
- Skibrille
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Skijacke -
Skihose -
Skihandschuhe -
Skisocken -
Thermounterwäsche -
Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor -
Skipass oder Buchung
Kleidung für die Piste und die Schichten darunter
Auf der Piste wechselst du ständig zwischen Bewegung und Stillstand. Beim Fahren wird dir warm, im Sessellift kühlst du im Wind aus, in der Hütte sitzt du in voller Montur. Deshalb packst du keine dicke Jacke ein, sondern mehrere Schichten, die du einzeln ablegen kannst.
Die unterste Schicht ist lange Funktionsunterwäsche, die Feuchtigkeit vom Körper wegleitet. Baumwolle saugt sich voll und bleibt nass, das merkst du spätestens am zweiten Lift. Darüber kommt eine Fleecejacke oder ein dünner Pullover als Wärmeschicht, nach außen die Skijacke mit Kapuze gegen Wind und Schnee.
Handschuhe und Socken werden am schnellsten nass. Pack ein zweites Paar Skihandschuhe ein und für jeden Skitag ein frisches Paar Skisocken. Skisocken trägt man einzeln, nicht doppelt. Zwei Paar übereinander drücken im Schuh und machen die Füße eher kalt als warm. Ein Schlauchschal schützt Hals und Gesicht und lässt sich hochziehen, wenn es zieht, ohne dass du etwas verlierst.
Sonnenschutz und die Abende im Tal
Im Schnee kommt das Licht von oben und von unten. Gesicht, Nase, Ohren und Lippen bekommen deutlich mehr Sonne ab als im Liegestuhl, auch wenn der Himmel grau ist. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und eine Lippenpflege mit UV-Schutz gehören in die Jackentasche, nicht in den Koffer im Hotel. Nach dem Skitag hilft eine Feuchtigkeitscreme gegen die trockene Haut, die Wind und Heizungsluft hinterlassen.
Für die Zeit nach der Piste brauchst du Schuhe, mit denen du über geräumte, aber glatte Wege kommst. Winterstiefel mit Profil sind dafür praktischer als Sneaker. Dazu eine warme Jacke, eine bequeme Hose, ein Pullover und Hausschuhe fürs Zimmer. Hat deine Unterkunft einen Wellnessbereich, kommen Badesachen dazu. Mehr als eine Garnitur Abendkleidung brauchst du selten, denn in den meisten Skiorten sitzt der ganze Gastraum in Pullover und Fleecejacke.
Dokumente, Skipass und die Anreise
Die Papiere packst du so, dass du am Lift nicht den ganzen Rucksack ausräumst. Der Skipass gehört in eine eigene Hülle am Ärmel oder in die Beintasche der Skihose, nicht lose zum Handy. Ausweis, Krankenversicherungskarte und der Nachweis deiner Auslandskrankenversicherung bleiben zusammen im Zimmer oder im Rucksack, je nachdem, wohin du am Tag fährst. Fährst du ins Ausland, prüf vor der Abreise, welche Unterlagen dort beim Arztbesuch verlangt werden.
Mit dem Auto kommt die Winterausrüstung dazu: Schneeketten für die Zufahrt zum Ort, Eiskratzer und Handfeger, eine Dachbox oder ein Skiträger für Ski und Stöcke und die Vignette für die Länder auf deiner Strecke. Leg die Ketten griffbereit statt unter das ganze Gepäck und prüf vorher, ob sie an deinem Ziel vorgeschrieben sein können.
Im Rucksack für die Piste reicht wenig: Skipass, Handy mit Powerbank, Trinkflasche, ein Riegel, Taschentücher, ein kleines Erste-Hilfe-Set und eine Rettungsdecke. Was in dieses Set gehört, besprichst du vor der Reise in der Apotheke. Alles andere bleibt im Spind oder im Zimmer, denn ein voller Rucksack stört beim Fahren und beim Stürzen.