Die Tasche am Abend vor dem Wettkampf
Eine Packliste für den Triathlon ist vor allem eine Reihenfolge. Du packst nicht nach Sportart, sondern nach dem Moment, in dem du etwas brauchst: zuerst die Startunterlagen, dann das Rad, danach Schwimmen, Radfahren und Laufen, zum Schluss alles für die Zeit nach dem Ziel.
Pack am Abend vorher und leg dabei alles einmal auf den Boden. Jede Position aus der Liste bekommt ihren Platz, und was keinen Platz bekommt, bleibt zu Hause. Taschen, die am Morgen gepackt werden, sind die, in denen am Start die Ersatzschwimmbrille fehlt.
Teil die Tasche in Pakete. Schwimmen, Radfahren, Laufen und Wechselzone gehören in eigene Beutel, die Verpflegung in einen weiteren, die Wechselkleidung in den letzten. So suchst du nicht in einem großen Fach, sondern greifst in einen Beutel.
Prüf das Rad vor der Abgabe und nicht am Starttag: Bremsen, Schaltung, Reifen, Sitz der Trinkflaschen und ob Ersatzschlauch, Reifenheber, Minipumpe und Multitool wirklich dabei sind. Dasselbe gilt für Fahrradcomputer und Uhr, die geladen sein wollen, und für die Radschuhe, die gern zu Hause neben der Tür stehen bleiben.
Die Startunterlagen sind der Teil, der sich nicht nachkaufen lässt. Startnummer, Zeitmesschip, Ausweis und die Papiere aus der Anmeldung gehören obenauf und nicht unter den Neoprenanzug.
Die zehn Positionen ohne Ersatz am Wettkampftag
Alles andere lässt sich vor Ort leihen oder ersetzen, diese zehn entscheiden darüber, ob du starten kannst.
- Trisuit
- Schwimmbrille
- Badekappe
- Helm
- Radschuhe
- Laufschuhe
- Startunterlagen
- Zeitmesschip
- Energiegels
- Wechselkleidung
Wechselzone, die Reihenfolge entscheidet
In der Wechselzone zählt, wie du gelegt hast, und nicht, wie viel du dabeihast. Auf die Wechselmatte kommt nur, was du wirklich anziehst: der Helm mit offenen Riemen, daneben die Radschuhe, dahinter die Laufschuhe mit Schnellschnürsenkeln, obenauf das Startnummernband.
Leg in der Reihenfolge, in der du greifst. Nach dem Schwimmen kommt zuerst die Brille ab, dann der Helm auf, dann die Schuhe. Wer den Helm unter das Handtuch legt, verliert mehr Zeit als mit jedem langsamen Wechsel.
Ein kleines Handtuch neben der Matte ist die ganze Ordnung, die du brauchst. Es trocknet die Füße, markiert deinen Platz und hält Gras und Sand von den Socken fern.
Die Anti-Scheuer-Creme kommt vor dem Start auf Hals, Achseln und Oberschenkel und nicht erst in die Wechselzone. Badekappe und Neoprensocken liegen beim Einchecken schon im Beutel, die Ersatzschwimmbrille bleibt in der Tasche am Rand.
Geh die Wechselzone vor dem Start einmal ab. Merk dir, über welche Linie du einläufst, wo dein Platz liegt und an welcher Reihe du das Rad schiebst. Die eigene Matte zwischen vielen gleich aussehenden Rädern zu finden, kostet mehr als jede Sekunde im Wechsel selbst.
Nach dem Ziel und der Weg nach Hause
Die Tasche für danach wird am häufigsten vergessen. Trockene Wechselkleidung, frische Socken, Flip-Flops, eine warme Jacke und ein Mikrofaserhandtuch sind das Minimum, auch wenn am Start die Sonne scheint. Nach dem Ziel kühlst du schnell aus, egal wie warm der Tag ist.
Duschzeug gehört dazu, wenn es vor Ort Duschen gibt. Flip-Flops ebenso, denn der Weg zwischen Wechselzone, Dusche und Auto führt meist barfuß über Asphalt oder Kies.
Pack einen leeren Beutel für nasse Sachen ein. Neoprenanzug, Trisuit und Handtuch kommen nass zurück, und ohne eigenen Beutel verteilt sich das Wasser über die ganze Tasche und die trockene Kleidung darin.
Nimm außerdem etwas zu essen mit, das nicht aus dem Verpflegungsbeutel stammt. Nach dem Ziel ist der Magen oft auf nichts eingestellt, und salzige Snacks, eine Banane und Wasser funktionieren dann meist besser als das nächste Gel. Probier am Wettkampftag nichts aus, was du im Training nicht getrunken hast.
Die kleine Tasche für Fitnessstudio und Physiotherapie
Fürs Fitnessstudio reicht eine deutlich kürzere Liste: Sporthandtuch, große Trinkflasche, Hallenschuhe, Wechselshirt, Schloss für den Spind, Duschzeug und Kopfhörer. Das Handtuch ist in vielen Studios Pflicht, saubere Hallenschuhe ebenso, und das Schloss ist das Teil, das man genau einmal vergisst.
Pack die Studiotasche als Standardtasche, die gepackt bleibt. Du füllst nach dem Training nur Handtuch und Shirt nach, statt jedes Mal neu zusammenzusuchen. Wer nach der Arbeit direkt ins Studio fährt, legt die Tasche am Vorabend ins Auto.
Zur Physiotherapie nimmst du eine bequeme Sporthose, ein lockeres T-Shirt, saubere Socken und ein eigenes Handtuch mit. Dazu die Verordnung vom Arzt und die Versichertenkarte, weil die Praxis beides beim ersten Termin sehen will.
Zieh an, was die Praxis erreichen muss. Bei Knie und Hüfte ist eine kurze Hose praktisch, bei Schulter und Nacken ein Shirt, das du leicht ausziehen kannst. Alles Weitere zur Behandlung und zu den Übungen für zu Hause besprichst du in der Praxis, diese Liste sagt nur, was mitkommt.