Was sich mit Kind an der Packliste ändert
Mit Kind wächst nicht nur die Menge, sondern auch die Zahl der Sachen, die du unterwegs sofort brauchst. Eine Packliste für den Sommerurlaub mit Kind teilst du deshalb am besten in zwei Teile: was in den Koffer kommt und was den ganzen Weg über griffbereit bleibt.
In den Koffer gehört alles, was du erst in der Unterkunft brauchst, also Kleidung, Schlafsachen, Badesachen, Sandspielzeug und der Vorrat an Windeln. Griffbereit bleiben Wickelzeug, eine komplette Wechselgarnitur, Wasser, Snacks, Spucktücher und das Kuscheltier. Dieser zweite Teil entscheidet darüber, wie die Fahrt läuft.
Rechne außerdem mit mehr Wäsche als zu Hause. Kinder werden am Strand nass, beim Essen schmutzig und wechseln im Sommer mehrmals am Tag das Oberteil. Wenn du in der Unterkunft waschen kannst, kommst du mit weniger aus. Steht keine Waschmaschine zur Verfügung, pack lieber ein Set mehr ein und dafür weniger Spielzeug.
Die zehn Sachen, die zuerst in die Tasche kommen
Diese zehn Dinge brauchst du schon auf der Fahrt oder gleich nach der Ankunft, das meiste andere bekommst du vor Ort.
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Windeln -
Feuchttücher -
Wickelunterlage -
Wechselkleidung griffbereit -
Schnuller - Kuscheltier
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Trinkbecher -
Sonnencreme für Kinder -
Sonnenhut -
Krankenversicherungskarten
Baby, Kleinkind, Kindergartenkind
Was auf die Liste gehört, hängt stärker vom Alter ab als vom Reiseziel. Ein Baby braucht vor allem Wickelzeug, das gewohnte Essen und einen vertrauten Schlafplatz. Ein Kindergartenkind braucht weniger Ausrüstung, dafür Beschäftigung und eigene Sachen, die es selbst tragen kann.
Beim Baby packst du Windeln, Feuchttücher, Wickelunterlage, Wundschutzcreme und Windelbeutel ein, dazu Fläschchen, das gewohnte Milchpulver und eine Thermoskanne für warmes Wasser. Schnuller nimmst du doppelt mit. Für den Schlaf hilft alles, was nach zu Hause riecht und aussieht: der eigene Schlafsack, das Kuscheltier, ein Nachtlicht.
Beim Kleinkind kommen Trinkbecher, Snackdose, Lätzchen und Kinderbesteck dazu, außerdem Schwimmwindeln für Pool und Meer. Kindergartenkinder packen ihren kleinen Rucksack am besten selbst: ein Buch, Malsachen, eine Trinkflasche und ein Spielzeug. Sie tragen ihn den ganzen Urlaub über lieber, wenn sie ihn selbst gefüllt haben.
Die Fahrt und was griffbereit bleibt
Die Fahrt planst du wie einen eigenen Teil des Urlaubs. Im Auto bleibt eine Tasche auf dem Rücksitz, nicht im Kofferraum, und in dieser Tasche liegt alles, was du ohne Ausladen erreichen willst: Windeln, Feuchttücher, Wickelunterlage, ein kompletter Satz Wechselkleidung, Spucktücher, Wasser und Snacks.
Plan Pausen ein, bei denen sich das Kind bewegen kann, und nimm eine leichte Decke mit, die auf der Wiese als Unterlage und im Zug als Zudecke taugt. Ein Reisekissen hilft Kindern, die im Sitzen einschlafen. Hörspiele und ein paar Bilderbücher kommen in Reichweite, nicht in den Koffer.
Im Flugzeug oder im Zug gilt dasselbe in kleinerem Format. Die Wechselkleidung muss ins Handgepäck, ebenso die Medikamente, das Wickelzeug und ein Vorrat an Windeln, der auch bei Verspätung reicht. Kindersitz, Buggy und Reisebett meldest du vorher an, denn die Regeln dafür unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter.
Fahrt ihr im Sommer mit dem Auto, leg die Trinkflaschen und einen Sonnenschutz für die Scheibe neben das Kind und nicht in den Kofferraum. Eine dünne Decke über dem Kindersitz hält die Sitzfläche kühl, solange das Auto in der Sonne steht. Und überleg vorher, wo ihr wickelt, denn nicht jeder Rastplatz hat einen Wickeltisch.
Was du vor Ort bekommst
Nicht alles muss mit. Windeln, Feuchttücher, Babynahrung und Sonnencreme bekommst du in jedem größeren Ort, und ein Vorrat für die ersten Tage reicht meistens. Schwieriger wird es beim gewohnten Milchpulver und bei Medikamenten, die dein Kind regelmäßig braucht. Die nimmst du vollständig mit.
Frag vor der Abreise in der Unterkunft nach, was vorhanden ist. Reisebett, Hochstuhl, Babybadewanne und manchmal sogar ein Buggy stehen in vielen Ferienwohnungen und Hotels bereit. Das spart den größten Teil des Kofferraums. Lass dir zusagen, dass das Bett auch wirklich reserviert ist, statt dich auf die Angabe auf der Website zu verlassen.
In die Reiseapotheke fürs Kind kommen Fieberthermometer, Pflaster, Wund- und Heilsalbe, Mückenschutz und Sonnencreme für Kinder sowie die Medikamente, die es ohnehin nimmt. Welche Mittel für dein Kind geeignet sind, besprichst du vor der Reise in der Apotheke oder in der Kinderarztpraxis. Die Dokumente packst du zusammen in eine Hülle: Reisepass oder Ausweis fürs Kind, Krankenversicherungskarten, Impfpass und U-Heft.