Checkliste Hochzeit für das Standesamt
Die Planung fängt nicht beim Kleid an, sondern beim Standesamt. Erst wenn die Anmeldung der Eheschließung steht, steht auch der Termin, und erst dann lassen sich Location, Fotograf und alles Weitere buchen. Welche Unterlagen verlangt werden, unterscheidet sich von Ort zu Ort, deshalb rufst du dort an, bevor du Papiere besorgst, die am Ende niemand sehen will.
In fast allen Fällen braucht ihr gültige Personalausweise oder Reisepässe und beglaubigte Abschriften aus dem Geburtenregister. Je nach Lebenslauf kommen eine Aufenthaltsbescheinigung, Unterlagen zu einer früheren Ehe oder Dokumente zu gemeinsamen Kindern dazu. Wer im Ausland geboren ist oder eine andere Staatsangehörigkeit hat, klärt den Fall besser früh, weil Übersetzungen und Beglaubigungen Zeit brauchen.
Die Anmeldung ist nur in einem begrenzten Zeitraum vor dem Wunschtermin möglich. Frag beim Standesamt nach, ab wann du kommen darfst, und setz dir eine Erinnerung, denn beliebte Termine im Sommer sind schnell vergeben. Trauzeugen sind freiwillig, aber wenn ihr welche benennt, bringen sie ihre Ausweise mit.
Klärt bei der Gelegenheit auch die Namensführung. Die Namenserklärung lässt sich zur Trauung abgeben, und wer den Namen ändert, braucht danach neue Ausweise und eine lange Reihe an Ummeldungen.
Zehn Punkte, die vor allem anderen stehen
Ohne diese zehn verschiebt sich der Rest der Planung, egal wie klein ihr feiert.
- Personalausweis
- Geburtsurkunde
- Anmeldung der Eheschließung
- Trauringe
- Brautkleid
- Anzug
- Brautstrauß
- Gästeliste
- Einladungskarten
- Ablaufplan
Ringe, Kleid und Anzug
Trauringe sind der Posten mit dem längsten Vorlauf, besonders wenn ihr sie anfertigen lasst oder eine Gravur wollt. Bestellt sie früh, probiert sie nach der Lieferung noch einmal an und legt fest, wer sie am Hochzeitstag dabeihat. Ein Ringkissen oder eine kleine Box verhindert, dass sie in einer Jackentasche verschwinden.
Beim Brautkleid rechnest du mit mehreren Anproben und einer Änderungsschneiderei. Zur ersten Anprobe bringst du trägerlose, hautfarbene Unterwäsche und Schuhe mit der Absatzhöhe mit, die du später tragen willst, sonst stimmt die Länge nicht. Lauf die Brautschuhe zu Hause ein und leg für den Abend ein bequemes Paar bereit.
Anzug, Hemd, Krawatte oder Fliege, Schuhe, Gürtel und Manschettenknöpfe gehören zusammen geprüft, und zwar komplett angezogen und nicht einzeln im Schrank. Dasselbe gilt für Schmuck, Schleier und Haarschmuck. Hängt alles am Abend vorher an eine Stange, von der aus jedes Teil sichtbar ist, dann fällt das fehlende sofort auf.
Gäste, Papeterie und Deko
Die Gästeliste ist die Zahl, an der fast alles andere hängt: Größe der Location, Menge an Essen und Getränken, Zahl der Stühle, Tischkarten und Gastgeschenke. Schreibt sie früh, auch wenn sie sich noch ändert, und führt sie an einer einzigen Stelle, zu der beide Zugriff haben.
Die Papeterie läuft in Wellen. Save-the-Date-Karten gehen raus, sobald der Termin steht, die Einladungen mit allen Details folgen, und die Dankeskarten plant ihr am besten gleich mit, solange die Adressen noch zusammenliegen. Menükarten, Tischkarten und der Sitzplan entstehen erst, wenn die Zusagen da sind.
Bei Blumen und Deko lohnt es sich, Prioritäten zu setzen. Brautstrauß, Ansteckblumen und der Schmuck für den Trauungsort fallen jedem auf, die aufwendige Dekoration am Rand des Raums deutlich weniger. Kerzen, Lichterketten und eine warme Beleuchtung machen abends mehr aus als jedes zusätzliche Gesteck.
Vergesst die Gäste mit besonderen Wünschen nicht. Kindermenüs, vegetarische oder vegane Optionen und Fragen nach Allergien gehören in die Einladung und nicht ins Gespräch am Buffet.
Hochzeitstag, Notfallkörbchen und JGA
Ein schriftlicher Ablaufplan nimmt dem Tag die Hektik. Darin steht, wann wer wo sein muss, wann die Torte kommt, wann die Musik anfängt und wer die Ansprechperson für Fotograf, Band und Location ist. Diese Person solltet ihr vorher festlegen, damit an eurem Hochzeitstag nicht ihr diejenigen seid, die das Mikrofon suchen.
Das Notfallkörbchen fürs Bad ist die Idee mit dem besten Verhältnis von Aufwand und Nutzen. Pflaster, Blasenpflaster, Nähset, Fleckenentferner, Haarspray, Taschentücher, Deo, Haarnadeln und eine Ersatzstrumpfhose decken die typischen kleinen Pannen ab. Wenn Medikamente mit hineinsollen, besprich die Auswahl in der Apotheke und beschrifte sie deutlich.
Der JGA läuft auf einer eigenen kleinen Packliste: bequeme Schuhe, Wechselkleidung, Powerbank, Bargeld, Snacks und Pflaster. Wer organisiert, hat zusätzlich den Ablauf, die Kontakte aller Teilnehmenden und die gemeinsame Kasse dabei. Legt den Termin so, dass genug Abstand zur Hochzeit bleibt, denn die Woche davor gehört den letzten Absagen, den Tischkarten und einer ruhigen Nacht.