Essen, das den Weg zur Wiese übersteht
Beim Picknick entscheidet nicht der Geschmack, sondern die Transportfähigkeit. Gut ist alles, was schon fertig ist, wenn es in den Korb geht, und was aus der Hand gegessen werden kann. Baguette, Laugenstangen, Bergkäse am Stück, Salami, Frikadellen, gekochte Eier, Kirschtomaten und Weintrauben kommen so an, wie sie losgefahren sind.
Schwierig wird alles, was eine Küche braucht. Angemachter Blattsalat fällt zusammen, Sahnetorte kommt als neues Objekt an, weiche Käse mögen Wärme nicht, und Soßen in offenen Schüsseln verteilen sich im Korb. Wenn du Salat mitnehmen willst, nimm Nudelsalat und misch das Dressing erst vor Ort darunter.
Süßes hält am besten in fester Form. Marmorkuchen, Kekse, Schokolade und Studentenfutter überstehen den Transport, Cremefüllungen nicht. Obst nimmst du ganz mit und schneidest es vor Ort, dann wird es unterwegs nicht braun.
Denk an die Hände. Beim Picknick sitzt man auf dem Boden, meist mit einem Becher in der einen Hand. Essen, das Messer, Gabel und eine gerade Fläche verlangt, konkurriert mit der Aussicht. Deshalb gewinnt ein Brett mit Brot, Käse, Wurst und etwas zum Dippen gegen jedes Gericht, das eigentlich an einen Tisch gehört.
Die zehn Dinge, die du zweimal kontrollierst
Alles andere lässt sich vor Ort improvisieren, an diesen zehn Positionen hängt der ganze Nachmittag.
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Picknickdecke - Wasserdichte Unterlage
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Kühltasche -
Kühlakkus -
Mineralwasser
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Baguette
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Bergkäse
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Scharfes Messer -
Servietten -
Müllbeutel
Die Kühltasche richtig packen
Die Kühltasche hält Kälte, sie macht keine. Was warm hineingeht, bleibt warm. Stell deshalb alles, was mitkommt, schon am Vorabend kalt, auch die Getränke, und pack es am Morgen direkt aus dem Kühlschrank ein.
Die Reihenfolge beim Packen ist einfach: Kühlakkus nach unten und nach oben, dazwischen die Dosen, Lücken mit Flaschen füllen. Je voller die Tasche, desto länger hält sie, denn eine halbleere Kühltasche mit viel Luft gibt die Kälte schnell ab.
Die Tasche fährt auf der Rückbank mit und nicht im Kofferraum, dem heißesten und unruhigsten Platz im Auto. Am Ziel steht sie im Schatten statt in der Sonne. Nimm immer nur heraus, was gerade gegessen wird, und mach sie danach wieder zu.
Getrennt verpackt bleibt alles brauchbar. Fertiges kommt in luftdichte Dosen, Brot in Butterbrotpapier statt in Folie, damit die Kruste nicht weich wird, und jedes Dip bekommt sein eigenes Gefäß. Was am Ende übrig ist und lange in der Sonne stand, wirfst du weg statt es wieder einzupacken.
Decke, Geschirr und der Rest der Ausrüstung
Die Ausrüstung ist der Teil, den alle vergessen, weil er nicht nach Picknick klingt. Ohne Decke sitzt ihr im feuchten Gras, ohne Messer bleibt der Käse am Stück, ohne Flaschenöffner bleibt die Limonade zu.
Unter die Decke gehört eine wasserdichte Unterlage. Eine Wiese ist fast immer feuchter, als sie aussieht, und eine Baumwolldecke saugt sich von unten voll. Wer länger sitzt oder schlecht auf dem Boden sitzen kann, nimmt Klapphocker und ein Kissen mit.
Beim Geschirr lohnt sich Mehrweg. Teller, Becher und Besteck aus der eigenen Küche wiegen kaum mehr als Einweggeschirr, halten mehr aus und ersparen dir die Diskussion, ob der Müll noch in den Beutel passt. Dazu gehören ein scharfes Messer, ein kleines Schneidebrett, Servietten, Flaschenöffner und Korkenzieher.
Sonne, Mücken und Wetter sind die drei Dinge, die einen Nachmittag verkürzen. Sonnencreme, Hut, Mückenspray und eine leichte Jacke für den Abend wiegen zusammen weniger als eine Flasche Wasser und entscheiden, wie lange ihr draußen bleibt.
Zu mehreren planen und sauber wieder gehen
Wenn jeder mitbringt, worauf er Lust hat, habt ihr am Ende vier Tüten Chips und kein Messer. Teilt deshalb nach Aufgaben auf und nicht nach Gerichten. Eine Person bringt Decke und Geschirr, eine die Getränke mit Kühlakkus, die anderen bringen Essen in Kategorien: Brot und Käse, Obst und etwas Süßes.
Sagt vorher laut, wer den langweiligen Teil übernimmt. Decke, Becher, Besteck, Messer, Flaschenöffner, Servietten und Müllbeutel sind die Dinge, ohne die es nicht geht und für die sich niemand freiwillig meldet. Bei einer größeren Gruppe bringt dieselbe Person auch die wasserdichte Unterlage mit.
Fragt früh nach dem, was jemand nicht essen kann, solange die Liste noch geschrieben wird. Eine Nachricht in der Gruppe ändert den Einkauf, eine Frage auf der Decke ändert nur die Stimmung. Wurst und Käse auf eigenen Brettern und ein Löffel pro Dip lösen die meisten Fälle.
Fürs Aufräumen nimmst du mehr Beutel mit, als du brauchst: einen für Müll, einen für schmutziges Geschirr und Besteck. Mülleimer in Parks sind am Nachmittag voll, und was daneben gestellt wird, bleibt liegen. Geh am Ende einmal über die Stelle. Kronkorken, Verschlüsse, Servietten unter dem Deckenrand und das Spielzeug eines Kindes liegen fast immer noch da, und der Sinn des Nachschauens ist, dass die Nächsten dieselbe Wiese vorfinden wie ihr.