Eine Party zu planen kann stressig sein, doch gute Organisation ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Ob du ein paar Leute oder die ganze Familie einlädst: Eine gelungene Feier vorzubereiten macht zufrieden und bringt allen viel Freude. Die Einkaufsliste für die Party ist dabei die Grundlage. Mit ihr verlierst du dich nicht im Dschungel der Produkte, gibst kein Geld für Dinge aus, die am Ende im Müll landen, und vergisst trotzdem nichts Wichtiges.
Wie erstellst du eine Einkaufsliste für die Party?
Der erste Schritt zur Einkaufsliste für die Party ist, das Menü festzulegen.
Nimm dir etwas Zeit, deine Rezepte genau anzuschauen, prüf deine Vorräte und schreib erst dann die weiteren Produkte auf. Oft hat man einen Stapel raffinierter, exotischer Zutaten im Haus, aber kein einfaches Mehl und keinen Zucker. Bei Getränken ist es genauso. Viele konzentrieren sich darauf, die besten alkoholischen Getränke zu besorgen, dabei solltest du auch an die Gäste denken, die keinen Alkohol trinken wollen oder können.
Neben dem Essen machen auch Dekorationen die Stimmung einer Party aus. Sie müssen nicht teuer sein, um zu wirken, und manchmal ist eine selbstgebastelte Girlande besser, als die ganze Wohnung mit Konfetti zu überschütten (ganz zu schweigen davon, wie unpraktisch das ist, wenn du danach stundenlang Papierschnipsel aus allen Ecken ziehst).
Es lohnt sich aber, ein Motto zu wählen, etwa einen besonderen Anlass oder auch nur eine Farbe. Blumen, Kerzen und Platzsets im selben Farbton geben den Gästen das Gefühl, auf einer sorgfältig geplanten Feier gelandet zu sein.
Teil die Einkaufsliste für die Party in Kategorien ein. Lebensmittel, Getränke, Deko und Zubehör sind gute Bereiche, mit denen du dich im Laden leichter zurechtfindest. Planst du eine Kinderparty, kannst du weitere Punkte ergänzen, etwa Spielzeug oder kreative Beschäftigungen.
Ein Menü, das für alle Gäste passt
Frag schon beim Menü, wer was nicht essen kann, und nicht erst, wenn die Gäste ihre Jacken aufhängen. Eine Nachricht in die Gruppe reicht, und die Antworten ändern deine Einkaufsliste statt deinen Abend.
Lebensmittelbetriebe müssen in der EU 14 Allergene angeben, auch bei unverpackter Ware an der Bedienungstheke und im Restaurant. Für dich zu Hause gilt diese Pflicht nicht, als Checkliste taugt die Liste trotzdem: glutenhaltiges Getreide, Krebstiere, Eier, Fische, Erdnüsse, Sojabohnen, Milch, Schalenfrüchte (Nüsse), Sellerie, Senf, Sesamsamen, Schwefeldioxid und Sulfite, Lupinen und Weichtiere.
Ein einziges Menü deckt trotzdem die Vegetarierin, den glutenfreien Gast und ein sechsjähriges Kind ab, wenn du Bausteine servierst statt fertiger Teller. Stell eine Grundlage hin, die alle essen können, leg das Fleisch daneben statt hinein, und gib Saucen, Käse und Toppings eigene Schüsseln. Deine Gäste bauen sich einen Teller, der passt, und du kochst einmal. Hummus, Tofu, Feta und Oliven von deiner Liste tragen einen fleischfreien Teller schon allein.
Gib jeder Schüssel ihren eigenen Löffel. Allergenfreie Lebensmittel sollten nur mit sauberem Besteck in Berührung kommen, sonst ist die milchfreie Marmelade nicht mehr milchfrei, sobald jemand sie mit dem Buttermesser nimmt (Deutscher Allergie- und Asthmabund). Bei manchen Allergikern reichen schon kleinste Mengen für eine schwere Reaktion. Heb die Verpackungen von Saucen, Dressings und Desserts bis zum Ende der Party auf, dann kannst du beantworten, was in einem Gericht steckt.
Wann du was kaufst, von der Party rückwärts gerechnet
Lass den Kühlschrank die Reihenfolge bestimmen. Mit den Haltbarkeiten von Zu gut für die Tonne! zerfällt die Liste in drei Einkäufe:
- Eine Woche vorher. Getränke, Chips, Cracker, Ananas aus der Dose, Oliven, Salzstangen und alles andere aus dem Schrank. Kartoffeln und Zwiebeln liegen kühl und dunkel außerhalb des Kühlschranks und halten Wochen bis Monate, Käse am Stück hält zwei bis drei Wochen. Eier gehören auch hierher: bei 2 bis 6°C halten sie sich vier bis sechs Wochen.
- Zwei bis drei Tage vorher. Festes Gemüse und alles, was du vorkochst. Eine Suppe, eine Sauce oder ein Tortenboden vom Wochenende halten sich im Kühlschrank zwei bis drei Tage.
- Am Tag davor oder am Morgen. Rind, Schwein und Geflügel halten sich roh nur ein bis zwei Tage, Hackfleisch sogar nur einen. Die Hähnchenbrust von deiner Liste ist deshalb das Letzte, was in den Wagen kommt.
Was du eingefroren hast, holst du am Abend vorher in den Kühlschrank. Dort taut Tiefgefrorenes am besten auf, du musst laut Bundesinstitut für Risikobewertung nur genug Zeit einplanen.
Eine Regel gilt für alle drei Einkäufe: Tiefkühlware und leicht Verderbliches kommen zuletzt in den Wagen, im Sommer gehören Fleisch und Fisch schon auf dem Heimweg in die Kühltasche, und zu Hause räumst du sie als Erstes ein. Den Lebensmitteleinkauf erledigst du also am Ende, nicht vor einem Nachmittag voller anderer Besorgungen.
Wie kaufst du am besten ein?
Wer eine Feier vorbereitet, hat oft das Gefühl, zu wenig zu kaufen. Deshalb landet im Einkaufswagen viel mehr, als nötig ist.
Schätz realistisch ein, wie viel jeder Gast essen kann. Bei großen Feiern gibt es meist einen ersten und einen zweiten Gang, Dessert, Obst und Snacks. Dauert die Party viele Stunden, ist das in Ordnung, bei einem Familientreffen kann so viel Essen aber absurd sein.
In drei Stunden isst ein durchschnittlicher Mensch ein Hauptgericht und zwei Stück Kuchen. Darauf zu setzen, dass noch Suppe, Salate und Eis hineinpassen, klingt riskant. Die Einkaufsliste für die Party muss also von realistischen Mengen ausgehen, denn kaum etwas ist so traurig wie weggeworfene Gerichte, in die du viel Zeit und Geld gesteckt hast.
Nimm außerdem lieber große Packungen. Sie sind pro Kilo meist günstiger und machen weniger Müll.
Bei Getränken ist es genauso: Statt eines Packs mit 1-Liter-Flaschen kaufst du besser einzelne 5-Liter-Flaschen. Wenn du wenig Zeit für die Vorbereitung hast, kannst du zu Lebensmitteln greifen, die als Set verpackt sind. Sie sind manchmal teurer, bieten aber oft gute Inspiration und eine Basis für weitere Gerichte.
Was mit den Resten passiert
Fang mit dem Aufräumen an, während die letzten Gäste noch reden. Leicht verderbliche Lebensmittel gehören bei höchstens 7°C zurück in den Kühlschrank, sobald niemand mehr davon isst. Käse, Dips, Aufschnitt und alles mit Ei oder Sahne stehen auf dieser Uhr. Chips, Cracker, Kekse und ganzes Obst nicht.
Was du behalten willst, muss schnell herunterkühlen. Warme Speisen sollen innerhalb weniger Stunden unter 7°C kommen, größere Mengen portionierst du dafür auf mehrere flache Schalen, und heiße Reste stellst du direkt in den Kühlschrank, statt sie auf der Arbeitsplatte stehen zu lassen.
Zwei Dinge lohnt es sich zu merken:
- Kühlschrank. Essensreste halten sich dort laut BfR zwei bis drei Tage.
- Gefrierschrank. Was du in diesen Tagen nicht schaffst, frierst du am selben Abend ein, portionsweise und flach, damit es schnell durchfriert.
Beim Aufwärmen zählt eine Zahl: mindestens 70°C für zwei Minuten an allen Stellen. Wenn du Speisen warm hältst, dann bei mindestens 60°C.
Gib den Rest mit. Stell die Dosen hin, bevor jemand nach seiner Jacke greift, und verschenk die Platten, die abgedeckt standen, nicht die, die den ganzen Abend offen dastanden. Ungeöffnete Chips, verschlossene Getränke und ganzes Obst reisen am besten, und der Gast, der mit dem halben Kuchen geht, erspart dir den Anblick bei jedem Öffnen des Kühlschranks.